Urwaldschutzprojekt in Paraguay braucht Eure Hilfe: Pro Cosara

Erfahrungsbericht - wie ist es gelaufen? (Planung)

Manuelita, Sonntag, 04. August 2019, 16:29 (vor 343 Tagen) @ Manuelita

Wie versprochen möchte ich ein Update abgeben, wie alles von Statten gegangen ist.
Ich würde mich freuen, wenn jemand von unserem Erfahrungsbericht profitieren könnte.

Vor dem Kauf hatte ich viele Fragen und habe auch viel Recherchiert. Vor Ort läuft dann alles ein bisschen anders als geplant, aber das gehört zur Reiseerfahrung dazu :-)

Als wir in Uruguay ankamen haben wir das Auto in der Werkstatt von UY Storage checken lassen und gleich die dringendsten Dinge repariert. Falls ihr viele Arbeiten machen müsst oder Ersatzteile braucht kann ich euch im Nachhinein sehr Encarnacion oder Ciudad del Este in Paraguay empfehlen. Es gibt viele kompetente Mechaniker und die Preise sind viel günstiger (z. B. für Räder). Für den sicheren Geldtransfer haben wir die App "Paycar" benutzt. Ich empfehle dies sehr, da es sowohl für den Käufer als auch für den Verkäufer einen hohen Schutzfaktor bietet.
Unser Verkäufer hatte im Vornherein schon ein Poder zu Hause ausgedruckt (mit unseren Namen und Passangaben). Er hatte dies über Facebook von Alex Smith angefordert. Wir mussten dann nur noch zusammen zu einem Notar gehen und das Poder beglaubigen lassen, was überhaupt kein Problem war (in Uruguay kostete es ca. 72 dollar pro poder). Wir wollten das Poder ursprünglich noch apostillen lassen in Montevideo, doch haben uns vor Ort dagegen entschieden, weil es sehr teuer gewesen wäre und sehr viel Zeit gekostet hätte (mind. 2 Tage, um die Unterschrift des Notars beglaubigen zu lassen und dann wiederum an einer anderen Stelle mind. 2 Tage, um den Apostille-Stempfel zu bekommen). Zum Glück hatten wir beim Grenzübergang keinerlei Probleme mit dem Poder oder dem TIP. Das TIP konnten wir dank des Poders problemlos auflösen und ein neues TIP auf unseren Namen machen lassen für Argentinien. Was sicherlich hilfreich war, dass wir alle Unterlagen bereit hatten (auch eine Kopie vom Pass des Verkäufers).
Da wir uns am Ende dafür entschieden haben das Fahrzeug direkt zu kaufen (ohne LLC), dauerte es ca. 2 Wochen, bis die neuen Nummernschilder und Papiere bei uns in Südamerika waren. Wir haben hierfür übrigens den Dienst von Alex Smith in Anspruch genommen. Den Kaufvertrag hatte der Verkäufer bereits im Vornherein zu Hause ausgedruckt (Typischer Muster-Kaufvertrag aus dem Staat, indem das Auto registriert war) und wir haben den Kaufvertrag nicht notariell beglaubigen lassen. Sobald wir dann die neuen Dokumente auf unseren Namen hatten, konnten wir auch die nötigen Fotos und Angaben an die Versicherungsagenten schicken, damit sie eine Versicherung auf unseren Namen abschliessen. (Claudia und Klaus Schubert/Metz bieten Autoversicherungen an für Argentinien, Uruguay, Brasilien, Paraguay, Bolivien, Chile und Peru. Bei Interesse Mail an info@abgefahren.info). Damit wir genügend Zeit für den berüchtigten Grenzübergang mit Nummernschildwechsel hatten, haben wir die beiden Versicherungen 2 Wochen überlappen lassen (was im Nachhinein eine sehr gute Entscheidung war!). Wir konnten die Nummernschilder beim zweiten Anlauf zwischen Encarnacion und Posadas wechseln. Gleich nach der Grenzstelle in Paraguay noch bevor man auf die Brücke fährt konnten wir im Schutz der Dunkelheit kurz anhalten und unbeobachtet die Nummernschilder wechseln.

Im Moment sind wir wieder einmal auf der Suche nach Ersatzteilen,...aber auch hier wird sich eine Lösung finden...und es gehört zum Abenteuer dazu :-)

Ich hoffe, dass dieser aktuelle Erfahrungsbericht (Mai bis Juli 2019) allenfalls jemandem weiterhelfen kann und wünsche allen SAFE TRAVELS


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