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Weiterkommen in Chile (Sonstiges)

Geo ⌂ @, Santiago de Chile, Dienstag, 14. April 2020, 22:42 (vor 119 Tagen) @ loewe

Hallo Gestrandete,

ich kann leider nur aus zweiter Hand beitragen; meine letzte persönliche Erfahrung ist 3 Wochen zurück, wo ich einen Pickup - ohne Camper - zurück vom Copiapó-Flughafen "rettete". Ein Schweizer hat es ab dort mit knapper Not heimgeschafft und den Wagen dort stehenlassen. Die 850 km waren eher problemlos: keine Spritprobleme, Minimärkte überwiegend offen, (noch) kaum sanitäre Barrieren; aber Campingplätze - mit und ohne cabañas/Hütten, geschweige denn Nationalparks - alles zu. Und Wasser ist schon ohne Krise(n) im Norden Mangelware, dort empfehle ich immer spätestens in La Serena nochmal "vollzutanken".

Oben traf ich auf einen anderen Schweizer, der gerade seine 5-monatige länderübergreifende Fahrt - im frisch gekauften VW-Bus, war noch beim Ausrüsten - antrat und "stutzte" ob sie weiterzumachen. Er verharrt jedoch weiterhin in der Atacama-Gegend, meldet leider sehr wenig; steuert einen Abbruch gegen Ende April / Anfang Mai an, in der Hoffnung an reguläre Flüge und gelockerte (Schweiz)Restriktionen zu gelangen.

Etwas nördlich von euch verharrt einer meiner Mietcamper mit Deutsch-Schweizern und Kleinkind; z.Zt. zwischen Temuco und Cunco, vielleicht bald Malalcahuello. Die wollten bis Foz de Iguazú (brasilianische Seite der 3-Länder-Grenze), aber können natürlich keine Grenzen passieren, haben nicht mehr viel Zeit - kommen von Balmaceda, starteten da vor rund 4 Wochen - und mein/unser Flug zum Zurückholen ist bereits gecancelled (deren haben sie noch nicht gemeldet, ist aber der Rückflug von unserem; wollten die Gelegenheit nutzen mit meiner Frau die Wasserfälle kennenzulernen...). Ihnen habe ich empfohlen Familienbetriebe anzusteuern, grössere etablierte Campingplätze sind überwiegend geschlossen; hier und da akzeptieren auch Hosterías (Restaurants mit Schlafgelegenheiten) Camper, könnte aussenrum (PN, geylertsesc at gmail punkt com) einiges empfehlen. In diesem Zusammenhang sieht es im Norden eher schlechter aus, da würde man wohl sehr auf wildes Campen angewiesen sein; sollte aber gehen. Von Overlanderhass - wie man von Umstaaten im Forum liest - keine (bis jetzt bekannte) Rede.

Jedoch wurden die Bewegungsmöglichkeiten über das vergangene Osterwochenede sehr eingeschrenkt, um zu vermeiden dass Einwohner zu ihrer Zweit-/Ferienwohnung fuhren/flogen und die Seuche mitbrachten; wird wohl über die Maifeiertage (1. u. 21.) ähnlich sein. Ansonsten ändern sich die Restriktionen ständig, ca. im Wochenrythmus; man muss dafür sorgen informiert zu bleiben.

Grüsse aus Santiago (von einem der Vollquarantäne-Bezirke)
Geo Gerd


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