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Reifendruck auf Rüttelpisten (Sonstiges)

Weinberger Christian ⌂ @, Freitag, 13. Oktober 2017, 22:27 (vor 39 Tagen) @ Iglmoos

Ich fahre einen Landrover Defender, Reisefertig vollbeladen inc. mein Gewicht wiegt er 3550 Kilogram. Ich bin gestartet mit dem klassischen 255/85/16, wie er in Europa auf solchen Fahrzeugen oft montiert wird. Am Beginn meiner Reise hab ich praktisch nur auf Sand Druck abgelassen, habe die Pisten mit vollem Druck befahren. - Normal auf Asphalt fahre ich so zwischen 3,4 und 3,7 Bar,Resultat war ein total zerschnittenes Profil und natürlich eine Rüttelei, das ich dachte der Landy fällt auseinander.
Später hab ich dann begonnen Druck abzulassen und zu experimentieren, für mich war es auf Pisten wie zb. Carretera Austral Ruta 40 im Norden Argentiniens etc. am angenehmsten mit vorne 2,1 Bar und hinten 2,2-2,3 Bar. Allerdings steigt mit sinkendem Reifendruck auch das Risiko eines Reifenschadens und das nicht nur an den Flanken, hier hatte ich nie eine Beschädigung. Insgesamt hatte ich auf 110000 Kilometer 10 platte Reifen. Davon 9 auf der Hinterachse. Davon 7 mit abgelassener Luft auf Pisten. Wenn du mit dem Vorderreifen über einen kleinen Stein fährst, dann reißt das Profil und die Umdrehungsgeschwindigkeit den Stein nach oben, bevor er wieder zu Boden kommt, bohrt er sich durch das Profil des sekundenbruchteile später anrollenden Hinterreifens. - Ist jetzt nur so meine Theorie, die mir aber andere Offroadfahrer auch bestätigt hatten - Wenn der Reifen voll aufgepumt ist, dann prallt so ein scharfer Stein eher ab, bei wenig Luft drückt er die Lauffläche ein und bohrt sich durch das Profil, ist mir sogar einmal bei einem neuen Reifen mit ca 1300 km Laufleistung passiert.
Bei Fahren mit wenig Luftdruck hat es aber andererseits neben der Reduzierung der Vibrationen auch das Profil weit weniger zerschnitten. Alles hat seine Vor und Nachteile.
bis 20 oder 25 Km/h halten sich die Rumpeleien in Grenzen, na ja, man soll eh die Landschaft genießen. bei 80 bis 85 Km/h reduzieren sich die Vibratioen auf Waschbrett dann auch ganz erheblich, der Reifen springt dann praktisch von Wellenoberkante zu Wellenoberkante. Allerdings ist dieser Speed nicht auf Kurvenreichen Strecken zu empfehlen, da sind dann höchste Konzentration und 2 feste Hände am Lenkrad erforderlich, ansonsten kann das auch böse enden.


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