Urwaldschutzprojekt in Paraguay braucht Eure Hilfe: Pro Cosara

Umplanung - Statt im Mai in NA, Start im September in SA (Sonstiges)

Kaj, Deutschland, Donnerstag, 12. Januar 2023, 18:29 (vor 15 Tagen)
bearbeitet von Kaj, Donnerstag, 12. Januar 2023, 18:42

Hallo zusammen,

wir planen die Panamericana mit unserem selbstausgebauten Citroen Jumper zu machen. Allerdings zieht sich der Ausbau dank zweier Vollzeit-Jobs - wie in jedem guten Projekt eben ;). Deshalb scheint unser eigentlicher Plan im Mai in Seattle zu starten, nicht mehr umsetzbar.

Wir planen deshalb derzeit um. Momentan wäre die Idee im August / September '23 nach Buenos Aires zu verschiffen, den September / Oktober in Nord-Argentinien zu verbringen (dort gibt es ja einiges zu sehen, zeit-technisch sollten wir uns also nicht langweilen) und im November in Feuerland zu sein. Dort wurden wir gerne im Torres del Paine Nationalpark wandern gehen (O- oder W-Treck). Von dort aus würden wir uns nordwärts arbeiten, so dass wir im Mai in Nordamerika ankommen würden wollen. Das ist mehr oder weniger die Seabridge-Route mit früherem Start. Dabei sind wir uns noch nicht ganz sicher, ob wir Mittelamerika mitnehmen wollen, oder von Catagena aus nach Mexiko verschiffen.

Uns ist bewusst, dass dies recht sportlich ist - wer weiß, vielleicht erlaubt uns das Leben ja auch mehr Ruhe.

Da man häufig nur die Route von Nord nach Süd, weniger aber von Süd nach Nord findet, meine Frage:

Gibt es bei unserer aktuellen Planung irgendwelche Hindernisse? Sicherlich wäre es einfacher, das Auto in einem Englisch-sprachigen Hafen einzusammeln, aber das wird mit Händen und Füßen sicherlich gehen.

Über jegliche Tipps & Hinweise freue ich mich sehr,
Kaj

Umplanung - Statt im Mai in NA, Start im September in SA

ichgebgas @, Donnerstag, 12. Januar 2023, 21:37 (vor 15 Tagen) @ Kaj

Sobald das Auto einmal hier ist, ist der Rest im südlichen Südamerika ganz entspannt. Beim Hafen kann ich nur von Montevideo sprechen, auch dort ging alles reibungslos. Ohne Sprachkenntnisse.

Schaut vorher, was die einzelnen Länder für Einreisbedingungen haben. Während Corona war das bürokratisch manchmal nervig, aber problemlos zu handhaben.

Wird schon. Einfach frisch drauf los :)

Umplanung - Statt im Mai in NA, Start im September in SA

Saly, Freitag, 13. Januar 2023, 18:30 (vor 14 Tagen) @ Kaj

Hallo Kaj,
Du brauchst Dir überhaupt keinen Kopf machen. Die Ausschiffung in Montevideo ist absolut easy. Wir haben von den CaravanShippers eine genaue Anleitung bekommen, wie es geht - fertig. Du brauchst keine Spanischkenntnisse (sind zwar nützlich, aber nicht zwingend erforderlich). Und noch was, das Personal im Hafen macht die Prozedur ja sehr regelmäßig, die wissen was sie tun.
Wir waren in Urugay, Argentinien und Chile unterwegs. In diesen Ländern brauchst Du Dir auch keine Gedanken machen. Wir haben (leider) viel zu viel auf das gehört, was hier zum Teil im Forum geschrieben wird. Glaub nicht mal die Hälfte, dann bist Du gut dabei. Es wird hier leider z. T. sehr stark übertrieben und dramatisiert. Unser längster Grenzübertritt dauerte z.B. nicht mal eine halbe Stunde. Nervig sind manchmal die Wellblechpisten, aber wenn man angepasst fährt gibt es auch hier keine Probleme, auch ohne Allrad.
Viel Spaß auf Eurer Tour
Saly

Umplanung - Statt im Mai in NA, Start im September in SA

Kaj, Samstag, 14. Januar 2023, 16:13 (vor 13 Tagen) @ Kaj

Hi zusammen,

vielen Dank für euer Feedback. Dann schauen wir doch mal, dass wir unseren Camper im zweiten Anlauf fertig bekommen :)

VG,
Kaj

Umplanung - Statt im Mai in NA, Start im September in SA

Tux On Tour ⌂ @, Dienstag, 17. Januar 2023, 17:51 (vor 10 Tagen) @ Kaj

Hallo Ihr,

wir sind im Mai nach Cartagena angekommen und sind dann in den Süden gekommen. Kolumbien ist es fast egal bzw sogar besser nicht Mai hin zu fahren - dort ist die Feuchteste Zeit aber im grunde total egal wann es dort hin geht.

Ihr fahrt genau im Winter nach Argentinien/Chile. Wobei stellt euch den Winter nicht so vor wie wir ihn in Europa haben. Man kann auch in der Winterzeit im Argentinischen Osten rum reisen es ist halt kühler und windiger. Prinzipiel kann man bis Usuhaia fahren wenn einen kurze Schnee nichts aus macht.
Wir haben 18 Monate in Südamerika verbracht und ich muss echt sagen im Nachhinein waren wir viel zu kurz in Kolumbien, Brasilien, Bolivien, Peru und Argentinien. Die Leute verdinen es einfach wenn man Ihnen mehr aufmerksamkeit schenkt und dann bekommt man auch die möglichkeit wirklich das Land kennenzulernen. Vom anschauen gibt es so viele Sachen, die in einem reiseführer nicht drinnen stehen und viel mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden sollte.

Peru ist noch zu sagen - hier fährt man im Peruanischen Winter durch, denn dann ist am Meer der Hochnebel und in den Bergen regnet es weniger. Wenn es in den Bergen Regnet und man abseitz der großen Straßen unterwechs ist dann sofort auf Flachen ebene wenn es richtig anfängt zu Regnen. Die Anten sind wie ich es so flapsig sag einfach ein Bröselhaufen der anfängt zu Rollen bei regen. Das soll nicht angst machen sondern einfach wenn es regnet große Straßen nehmen oder einfach paar St pause machen dann geht es schon wieder weiter.

Wir haben einige Reisende kennengelernt die von Nord nach Südamerika gejogged sind in weniger als 18 Monate und mit denen wir noch kontakt haben die beräuen es, daß sie so schnell unterwechs waren.

Vergesst auch nicht, es klingt unglaubwürdig:Jeden Tag reisen ist sehr sehr anstrengend da sind sogenante stressige Arbeitstage echt hamlos. Es ändert sich alles von Tag zu tag sogar die Produkte im Supermarkt.
Es ist auch nötig vom Reisen Urlaub zu machen.

In den Häfen sprechen immer welche die was zu sagen haben etwas Englisch und es empfiehlt sich etwas Spanisch zu lernen. Alleine ist es ein großer Respäckt zöllen der Bevölkerung und ein wahnsiniger Türöffner.
Es gibt auch wesentlich weniger Problemme. Vor allem wird man auch mal von der Polizei aufgehalten die mit einen nur über die Reise reden will bzw. mit einen Reden will. Das kann man alles nicht machen.
Wir haben in Cartagena zusätzlich intensivkurs gemacht.

Sonst wie meine Vorredner schon gesagt haben:
Mach dir keine Gedanken sondern vertraue deiner Inneren Stimme sie weis wirklich was zu tun ist. Es wird sich alles ergeben wie es sein soll. Wenn sich mal was in den Weg stellt vertraue dir und ruhe bewahren du bist reisender und hast Zeit - es löst sich alles auf. Wir wachsen mit den Herrausforderungen und nicht mit Plänen. Es kommt immer anderst als geplant - das eine ist Theorie und die hat sehr wenig mit der Praxis zu tun. Das was mit der Praxis zu tun hat (Verschiffung etc) kann man klären.

Ihr schaft das schon da sehe ich keine Bedenken - ich würde mit einen Frisch ausgebauten Camper erst mal paar wochen in Europa rum reisen. Wir haben sehr viele Reisenden kennengelernt, die hatten viele Probleme mit Kinderkrankheiten die nur durch Tests beseigit werden können. Ich habe auf unserer Reise unser Werkzeug hauptsächlich für Reisende gebraucht um ihnen etwas zu reparieren.
Das ist nur ein Tipp im grunde kann ich dir sagen es geht auch so wie ihr es vor habt, wenn es nicht anderst geht. Ich schreibe nur von meiner Erfahrung und wie ich es machen würde. Mit Zeitdruck geht auch nicht immer alles somit wollte ich es nur mitteilen. Es haben andere auch geschaft und auch mit weniger wissen über das eigene Fahrzeug als jemand es hat wenn es selbst ausbaut.

Gruß
TUX

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