Urwaldschutzprojekt in Paraguay braucht Eure Hilfe: Pro Cosara

Panamericana von Nord nach Süd: Autowahl (Planung)

scm23, Montag, 14. Januar 2019, 16:58 (vor 36 Tagen)

Hallo zusammen

Wir planen ab dem Frühling 2020 von Nord- nach Südamerika zu fahren. Dafür wollen wir jetzt ein Auto kaufen, das entweder bereits ausgebaut ist, oder bei Bedarf selbst ausbauen. Anschliessend soll es an die amerikanische Westküste verschifft werden. Während der Reise planen wir auch von den Haupstrassen weg zu fahren und auch viel Zeit in den Bergen usw zu verbringen, z.b. um Ausgangspunkte für Trekkings usw zu erreichen. Ausserdem wollen wir auch sicher ein wenig der Ruta Nacional 40 entlang fahren.

WIr sind uns noch nicht ganz sicher, was das ideal Auto für so eine Reise ist. Wir haben schon einiges dazua gelesen, sind aber immer noch unsicher und wären für weitere Tipps dankbar. Zusammengefasst versuchen wir folgende Fragen zu beantworten:


1) Benzin oder Diesel
So viel ich gelesen habe sind Diesel Motoren anfälliger für Kälte und grosse Höhen. Ausserdem könnte es auch Probleme mit verunreinigtem Diesel geben. Es scheint also viel für einen Benziner zu sprechen. Ist das so? Oder was spricht für einen Diesel? Es scheint auch so zu sein, dass 4x4 Benziner deutlich schwieriger zu finden sind als 4x4 Diesel.


2) 4x4 Ja oder Nein
Die Hälfte aller Leute scheint der Meinung zu sein, dass man 4x4 braucht während die andere Hälfte das für überflüssig hält. Gibt es dazu Meinungen/Empfehlungen? Wir wollen nicht nur möglichst schnell auf der best ausgebautesten Strecke von Nord nach Süd kommen, sondern auch manchmal an abgelegenere Orte in den Bergen usw fahren.

3) Altes Auto wie T3 mit ungefähr 200'000 KM oder lieber neuer T5 mit weniger als 100'00 KM
Prinzipiell kommen für uns entweder ein relativ altes und möglichst Elektronik freies AUto wie z.b. ein T3 Syncro mit Hochdach und ungefähr 200'000 KM in Frage, oder ein neueres Auto wie z.b. ein T5 oder einen Mercedes Sprinter oder Fiat Ducato mit weniger als 100'000 KM.
Für das alte Auto spricht meiner Meinung nach die Robustheit und dass es aufgrund des geringeren Elektronikanteils hoffentlich viel einfacher zu reparieren ist. Für das neuere Auto spricht, dass es viel weniger KM hat und deshalb hoffentlich weniger anfällig für Pannen ist. Gibt es dazu Meinungen?

Ich hoffe jemand kann uns bei diesen Fragen weiterhelfen und wertvolle TIpps geben.

Danke
SCM

Panamericana von Nord nach Süd: Autowahl

inkalaeufer @, Unken, Österreich , Salzburgerland, Montag, 14. Januar 2019, 20:10 (vor 36 Tagen) @ scm23

Hast du eine email
Gruss markus

Panamericana von Nord nach Süd: Autowahl

scm23, Montag, 14. Januar 2019, 21:54 (vor 36 Tagen) @ inkalaeufer

Ja, meine Email Adresse ist mail@sebastian-mueller.li

Panamericana von Nord nach Süd: Autowahl

bigdog, Montag, 14. Januar 2019, 20:26 (vor 36 Tagen) @ scm23

Ein paar weitere Eckdaten wären schon hilfreich :
Welches Budget habt ihr für das Fahrzeug vorgesehen?
Habt ihr die Kosten der Verschiffung eingeplant?
Wollt ihr im Fahrzeug auch pennen, also eine Art Wohnmobil, oder in erster Linie einen fahrbaren Untersatz?

Panamericana von Nord nach Süd: Autowahl

scm23, Montag, 14. Januar 2019, 21:57 (vor 36 Tagen) @ bigdog

Das habe ich ganz vergessen und werde es im Originalbeitrag gleich auch noch editieren falls möglich. Das Fahrzeug soll nicht viel mehr als ungefähr 30'000 CHF kosten falls nicht mehr viel umgebaut werden muss. Falls es ein Fahrzeug wäre das wir noch selber umbauen müssten, dann eher so im 20'000 - 25'000 CHF Bereich. Wir wollen darin auch schlafen, soll als ein Camping Van sein/werden. Die Verschiffungskosten kennen wir ungefähr und müssen bei den angegebenen Kosten noch nicht dabei sein.

Panamericana von Nord nach Süd: Autowahl

Gringa, Montag, 14. Januar 2019, 22:24 (vor 36 Tagen) @ scm23

Hallo
Bitte entschuldige wenn ich etwas kritisch antworte, aber du könntest damit eventuell einige Probleme vermeiden.
Deine Angaben zur Fahrzeugwahl sind eher schwammig, für mich bedeutet dies, du willst möglichst viel mit einem ungeeigneten Auto unternehmen. Auch wenn jetzt viele aufschreien, aber du fragst nach Meinungen. Unsere Erfahrung zeigt, WV, Sprinter oder Ducato sind zwar gute Autos, aber wenn du wirklich abseits der Hauptstrecken dich bewegen willst, schaue nach einem Toyota Land Cruiser
Autos mit mehr als 100'000 km brauchen viel Wartung. Alle von dir angesprochenen Modelle sind aber hier kaum vertreten und der Unterhalt wird zum Problem.
Wenn du dich ausserhalb von Hauptstrecken aufhalten willst wird dein Fahrzeug überladen sein. Die von dir gewünschten Modelle von VW machen dies aber nicht mit. Antriebswellen, Gelenkwellen usw. sind dafür nicht ausgelegt.
Landcruiser auch alte Modelle sind aber fast überall vertreten.
Wenn du nicht auf LKW umsteigen möchtest, bleibt als einzig vernünftiges Fahrzeug für Südamerika nur der Land Cruiser.
Wir selber fahren keinen Landy, aber nach den gemachten Erfahrungen hier in Südamerika (9Jahre) wäre dies für mich die einzige
Alternative.
Und bitte kein Aufschrei, ich kenne einige die mit VW, Sprinter oder Ducato und Iveco hier unterwegs sind. Ich kenne auch die diversen Probleme die nicht alle, aber viel haben und ich kenne auch die Strecken die die meisten gefahren sind.
Daher mein Rat: Landcruiser
Gruss Gringa

Panamericana von Nord nach Süd: Autowahl

Buschtaxler @, Samstag, 19. Januar 2019, 19:13 (vor 31 Tagen) @ Gringa

Servus Gringa

BITTE, sag' nie mehr zu einem Landcruiser "Landy"; das ist ungefähr so schlimm,
wie zu einem Schotten zu sagen, er wäre Engländer.
Das ist schon ernst gemeint, aber bitte, nochmals bitte, übersieh nicht den Spaß in meinen Zeilen.

Ich grüße Dich, freundlich und herzlich
Peter.

Panamericana von Nord nach Süd: Autowahl

bigdog, Dienstag, 15. Januar 2019, 17:51 (vor 35 Tagen) @ scm23

Glückwunsch! Ausrüstung ist sicher das Letzte, an dem man auf einer solchen Tour sparen sollte. Dafür bekommt ihr schon was. Stimme gringa zu ;) Landcruiser ist sicher unkaputtbar.
Alternativ würde ich über einen Kauf in den USA nachdenken. Spart die Verschiffung und gibt reichlich Auswahl. Schon mal über ein Rooftopzelt nachgedacht? Passt fast auf jedes Fahrzeug.
Würde auch mal einen Chevi silverado Pickup In die engere Wahl nehmen. Trucks ab 2.500 Serie sind heavy duty trucks und für extreme Arbeiteinsätze gebaut. Sollten alles aushalten, was ihr ihnen zumutet.Motor ist bekannt für seine hohe Laufleistung. Ist bei 100km gerade erst eingefahren :)
Persönlich bevorzuge ich Benziner, da der Diesel fast 400kg schwerer ist. Macht nur Sinn bei extremer Anhängelast oder schwerer Camperkabine.
Ihr solltet in eurem Budget noch einiges an notwendiger Zusatzausrüstung einplanen wie z.b. kompressor, Werkzeug, solider Wagenheber, evtl. Neue und robuste Geländereifen et.c. Läppert sich halt
Interessante Variante auch ein Offroad Trailer zu o.g. Zugfahrzeug als Schlafkoje mit Küche.

Infos unter www.autotrader.com. Oder www.rvtrader.com.

Panamericana von Nord nach Süd: Autowahl

scm23, Mittwoch, 16. Januar 2019, 16:18 (vor 34 Tagen) @ bigdog

Hallo bigdog

Vielen Dank für deine Antwort. Wir haben schon mal über einen Kauf in den USA nachgedacht aber ich konnte nicht in Erfahrung bringen wie schwierig es wird danach ausserhalb der USA für mehr als 1 Jahr rumzufahren. Wir wissen was wir tun können wenn das Auto in der Schweiz eingelöst wurden. Ausserdem können wir beim Kauf in Ausland das Auto nicht so ausbauen wie wir es gerne wollen und auch nicht vorher ausfürhlich zu hause Probe fahren. Darum spricht für uns eher ein Kauf hier + Verschiffung.

Rooftop Zelt haben wir schon angeschaut, aber ich denke gerade bei schlechtem Wetter, grossen Höhen und starkem Wind ist es in einem Fahrzeug schon ein wenig bequemer. Pickup + Koje wäre eventuell noch eine Möglichkeit. Haben wir bis jetzt nicht in Betracht gezogen. Haben uns bis jetzt immer auf Kastenwagen beschränkt.

Gruss SCM

Panamericana von Nord nach Süd: Autowahl

hjfampa @, Montag, 14. Januar 2019, 22:30 (vor 36 Tagen) @ scm23

..."Anschliessend soll es an die amerikanische Westküste verschifft werden"

Das würde ich noch einmal überdenken. Preislich lohnt das überhaupt nicht. Verschiffung nach Halifax kostet etliche tausend Euro weniger. Flüge nach Halifax sind spottbillig. Das Fahrzeug hast du noch 30 minuten aus dem Hafen heraus. Nova Scotia ist genial. Und wenn ihr dann nicht die Ostküste runterfahren wollt - dann fahrt ihr halt den Transkana Highway zügig nach Westen.
Denk mal drüber nach.

Hannes

Panamericana von Nord nach Süd: Autowahl

scm23, Dienstag, 15. Januar 2019, 20:15 (vor 35 Tagen) @ hjfampa

Hallo Hannes

Danke für den Hinweis mit Halifax. Wir werden uns das überlegen. Wir wollten eventuell noch einen Abstecher nach Alaska machen, respektive dort beginnen, und dann wäre Seattle einfach viel näher als Halifax. Aber du hast schon recht, der Transcanada Highway ist sicher auch eine Reise wert und billiger wirds auch sein.

Gruss Sebastian

Panamericana von Nord nach Süd: Autowahl

Sg @, Freitag, 18. Januar 2019, 13:45 (vor 33 Tagen) @ scm23

Wir sind seit einigen Jahren mit einem Ford Transit 4x4 in Lateinamerika unterwegs. Von Baltimore bis Ushuaia. Bisher hatten wir ausser Reifen keine Panne. Näheres zu Auto und Reise auf Www.reisephant.blogspot.de . Im März verschiffen wir zurück und verkaufen das Auto nach TÜV.

Panamericana von Nord nach Süd: Autowahl

scm23, Sonntag, 20. Januar 2019, 21:25 (vor 30 Tagen) @ Sg

Hallo Sg

Vielen Dank für den interessanten Link. Bietet interessante Inspirationen.

Gruss
SCM

Panamericana von Nord nach Süd: Autowahl

Buschtaxler @, Samstag, 19. Januar 2019, 18:54 (vor 31 Tagen) @ scm23

Du lebst in der Schweiz und hast alle Möglichkeiten ein adäquates Auto für Deine Reise zu kaufen. Empfehlen würde ich Dir, sofern die Wahl, einen Benziner zu nehmen. Speziell für Südamerika. Auch in den USA bist Du mit einem Benzinmotor besser bedient.
Mein Vorschlag: TOYOTA LANDCRUISER FJ 75, elektronikfrei, Leiterrahmen, Starrachsen,
Blattfedern.Konstruktiv ein LKW. Nur wird es schwierig sein in Europa einen FJ zu finden.
"F" vor dem "J" steht für Benzinmotor.
Alternativ dazu als Diesel empfehle ich Dir einen TOYOTA LANDCRUISER BJ oder HZJ 75 oder 78. Nahezu elektronikfrei, aber eine Dieselvorwärmung für kalte Gegenden (Alaska, Anden) wäre zu empfehlen Es gibt auch spezielle Injektoren (Einspritzdüsen) dafür.
Mit diesen Modellen fährst Du 3x um die Welt und jeder Dorfschmied kann Dir helfen.
Der 3F Motor (im FJ 75) schluckt natürlich mehr Sprit als ein Diesel, aber dafür mußt Du auch nicht auf Höhe oder Kälte achten. Die Kiste geht immer. Wie schon gesagt, kannst Du Dich aber auch für einen TOYOTA mit Dieselmotor entscheiden (6 Zyl. Reihenmotor, 4,2 Liter Hubraum, der Benziner ebenfalls 6 Zyl. 4,0 Liter, Vergaser).
Auf jeden Fall empfehle ich Dir einen Landcruiser (Buschtaxi); alles andere macht Dich auf Langzeitreisen unglücklich.
Ich fahre schon mein Leben lang auf der Welt rum mit unterschiedlichen Fabrikaten, vom Motorrad
bis zum LKW; auch Jeeps und Landrover, seit 11 Jahren fahre ich den selben Landcruiser und es ist für mich das ideale Reisegefährt. Geht nicht kaputt und braucht wenig Pflege.

Für Dein Budget (25 bis 30 Mille) bekommst Du in Europa Buschtaxis best ausgestattet.

Ich hoffe ich konnte Dir helfen.
Liebe Grüße aus Ecuador.
Peter

Panamericana von Nord nach Süd: Autowahl

Gringa, Samstag, 19. Januar 2019, 21:50 (vor 31 Tagen) @ Buschtaxler

Ich erkenne oder anerkenne ein gutes Fahrzeug auch, wenn ich es total falsch benenne:-P
Ich bitte um Verzeihung. :-) Deine Angaben kann ich nur unterschreiben.
Gruss Gringa

Panamericana von Nord nach Süd: Autowahl

Sg, Samstag, 19. Januar 2019, 22:54 (vor 31 Tagen) @ Gringa

Der Toyota ist sicher ein sehr robustes Auto. Nur wenn du nicht den 79 nimmst und eine Kabine draufbaust ist das Buschtaxi arg eng für eine Langzeitreise mit häufig schlechtem Wetter.

Panamericana von Nord nach Süd: Autowahl

Buschtaxler @, Sonntag, 20. Januar 2019, 15:24 (vor 30 Tagen) @ Sg

Ja, Sg, haste völlig recht. Zum "Wohnen"ist weder der 75er noch der 78er geeignet.
Zum Fahren aber schon. Der 79er ist auch im Radstand etwas länger als die anderen beiden.
Ich kenne einige Leute welche der 78er mit Aufstelldach oder Hochdach genügt, aber mehr
Platz ist natürlich im 79er mit Wohnkabine.
Ich fahre einen 75er FJ und im hintersten Drittel des Daches ein kleines Parallelhubdach,
sodaß ich Stehhöhe beim Kochen habe und zum Umziehen. Schlafen tu ich unten, weil ich seit dem Tod meiner Frau nur mehr alleine reise. Vorzelt habe ich auch, somit genügend Raum bei Schlechtwetter.

Ich habe den Post auf die Frage "WELCHES AUTO" lediglich in techn. Hinsicht beantwortet.
Die Größe des Fahrzeugs muß jeder selbst bestimmen.

Liebe Grüße aus SüdAm
Peter.

Panamericana von Nord nach Süd: Autowahl

luz, Montag, 21. Januar 2019, 07:33 (vor 30 Tagen) @ Buschtaxler
bearbeitet von luz, Montag, 21. Januar 2019, 08:05

bevor das hier zu einem toyota forum mutiert ;-) ein paar einwände; landcruiser und landrover haben wir in südamerika hauptsächlich bei D + CH globetrottern gesehen, ansonsten machen sie sich sehr rar. viel wichtiger als die marke ist die art der technik, hardtech können sehr viele kleine garagen auch mit improvisation reparieren, hightech nur die markengarage in der metropole. wir waren aus platzgründen (4 + grossen hund) mit einem bald 40 jährigem US-van unterwegs, umgebaut auf 4x4, handschaltung und turbodiesel, also mehr ein prototyp als ein gefährt ab stange. einmal wurde ein ersatzteil vom garagisten selber gedreht und einmal ein lager dank normgrösse in der nächsten stadt aufgetrieben. stehengeblieben sind wir nie. keep it simple ist meine devise, egal welche marke es ist. da recht viele amerikanischen fahrzeuge unterwegs sind würde ich dir den kauf eines 4x4 pickups mit wohnkabine oder eines 4x4 vans in usa empfehlen. was den wiederverkauf und die versicherung diesbezüglich angeht, wurde dies in anderen threads bereits diskutiert.
gute reise allseits!

Panamericana von Nord nach Süd: Autowahl

Buschtaxler @, Dienstag, 22. Januar 2019, 15:22 (vor 28 Tagen) @ luz

Mach Dir keine Sorgen luz, es wird sicher kein Toyo Forum entstehen.
Ich habe nen Landcruiser empfohlen weil der Threadstarter ein Auto in Europa kaufen will.
Da ist es mit Ami's ein bißchen dünn.
Ich habe mir einen Toyota gekauft, weil hier einer günstig aus Erstbesitz angeboten wurde (Bj.1987). Vorher habe ich Amis gefahren.
Wenn der Threadstarter nach Autos in USA gefragt hätte, hätte ich ihm immer einen Ami empfohlen. Günstig im Einkauf, simpel in der Technik und E-Teile in ganz Amerika (SÜD UND NORD)
zu hauf. Am allermeisten von Ford.
Du mußt Dich nicht darüber mokieren wenn 2 bis 3 Leute einen Toyota empfohlen haben, es wurde ja gefragt nach Typ und Marke. Darum habe ich ein Buschtaxi empfohlen, weil es in Europa
eben 'ne große Auswahl gibt. Außerdem ist das Taxi einfach ein gutes Reisemobil (wenn er dem
Käufer nicht zu klein ist). Listo.

Liebe Grüße, Peter.

Panamericana von Nord nach Süd: Autowahl

Leisurecars, Dienstag, 22. Januar 2019, 20:37 (vor 28 Tagen) @ scm23

Panamericana von Nord nach Süd: Autowahl

givi, Mittwoch, 06. Februar 2019, 23:45 (vor 13 Tagen) @ scm23

Servus!
Wir sind 2016 mit einem Landcruiser KZJ95 ein Jahr und 50.000km durch Südamerika gegondelt. Diese Fahrzuege werden in Mitteleuropa derzeit weit unter ihrem wahren Wert verkauft, weil sie keine "echt harten" Cruiser sind (Spiralfedern...). Dafür bequemer. Und schaffen auch sehr viel - generell ist Hirn und Erfahrung wichtiger als das Fahrzeug!
Bei Abfahrt hatte der "Krusi" 265.000km, am Ende war nur der Rost und eine sehr undichte Servopumpe ein Thema...
Diesel problemlos, siehe weiter unten
Mehr Lebensraum ist bei Kälte, Sturm und Regen gut - eh klar...
Auch an die Rückverschiffung denken, drüben verkaufen ist eher schwierig.


Fahrzeug innen umgebaut zum Schlafen, darunter Boxen - kochen und leben draußen - genial für "halbwarme" Gegenden und Wüste.

In der Regenzeit, im Hochgebirge und Südpatagonien hatten wir damit aber zu wenig Lebensraum im Inneren. (kein Klo bei minus 15 Grad... pfui!)

Andererseits: Auch dieser nicht "extraharte" Landcruiser hat es uns ermöglicht, wirklich offroad zu fahren - die Lagunenroute in Bolivien war eine relativ harmlosere Übung.
Der Diesel hat nie Probleme gemacht - weder wegen Qualität (Vorfilter & Wasserabscheider hilft!) noch wegen Kälte oder Höhe (hat nur geraucht in allen Farben :-), aber kaum Leistungsverlust auf 5000m, Batterien sollten für den Frühstart halt in Ordnung sein - Landcruiser hat gleich 2 Starterbatterien!!) noch wegen der Sprit-Versorgung zwischen Ushuia, Quito und Rio.

Im Nachhinein hatten wir die Kälte doch unterschätzt und würden heute einen Landcruiser (Buschtaxi etwa) mit Hochdach/Klappdach suchen bzw. umbauen, um zu den optimalen Geländefahrmöglichkeiten und der Zuverlässigkeit (und kundige Mechaniker gäbe es auch in SA...) mehr Innenlebensraum zu gewinnen.

Der 95-er wurde längere Zeit als Benziner in Kolumbien zusammengebaut - und speziell in Paraguay gibt es recht viele davon. Ersatzteile waren für uns in Chile, Argentinien, Ecuador, Bolivien (für Wartungsarbeiten vom Ölfilter bis zur Bremsscheibe) erhältlich - und wohl auch für allen anderen `Cruiser. In Bolivien etwa gibt es wohl jedes Modell seit der 40-er Serie!

Hoffe geholfen zu haben, gute Reise,
Givi

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