Urwaldschutzprojekt in Paraguay braucht Eure Hilfe: Pro Cosara

EURO VI Sprinter in Südamerika (Technisches)

Horst @, Sonntag, 09. Juli 2017, 14:22 (vor 378 Tagen)

Wir kommen gerade zurück von einer 3-monatigen Reise durch Argentinien und Chile mit einem Autark Runner auf einem Sprinterfahrgestell Bj 2015: Motor OM651 120 kW, Automatik, EURO VI, AdBlue, Werksallrad.
Unsere persönliche Erfahrung nach 20.000 km: Euro-Diesel (<10 ppm S) war in Argentinien flächendeckend zu bekommen, und ist Standard in Chile (<15 ppm S). Harnstofflösung war ebenfalls an grösseren Tankstellen in Argentinien in 10 L Kanistern (Azul 32) und in Chile zT auch per Zapfsäule zu bekommen. Kreditkartenzahlung (Visa) war an (fast) allen Tankstellen möglich. Passfahrten in Höhen >4500m: Es gab keine Probleme mit dem Partikelfilter (DPF). Bei Passfahrten stieg unter Last die Motoröltemperatur um ca. 10˚ - 15˚ C an, die DPF Oberflächentemperatur erhöhte sich von ca. 250˚ - 300˚ auf ca. 400˚. Der Russgehalt des DPF tendierte gegen 0 Gramm. Wir waren allerdings NICHT mehrere Wochen ununterbrochen in grösseren Höhen > 3500m unterwegs. Fazit: Entgegen anfänglichen Bedenken und anderslautenden Berichten hat der Euro VI Sprinter die Südamerika-Tour ohne technische Probleme gemeistert. Leider kann ich nicht das gleiche vom Aufbau sagen. Hier zeigte sich einiger Optimierungsbedarf, um den Schotterpisten besser gerecht zu werden (Aussenklappe nicht staubdicht, Rahmen der Dachluke löst sich, verschraubte Frontblende einer Schublade fällt ab, Scharniere lockern sich etc). Konnte aber alles mit Bordmitteln behoben werden.

Horst

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EURO VI Sprinter in Südamerika

Cheldon @, Münsterland, Dienstag, 11. Juli 2017, 15:09 (vor 376 Tagen) @ Horst
bearbeitet von Cheldon, Dienstag, 11. Juli 2017, 15:14

Hallo Horst,
danke für diese positive Informationen. Wir haben bei unserem Sprinter 316cdi CS Independent Bj.2013 den Dpf ausbauen lassen . Wir hatten im Pamir schlechte Erfahrungen mit der Höhe von 4000m.
Wir möchten auch Bolivien besuchen und sind dann länger in großen Höhen unterwegs..
Am 4.10. landen wir in Montevideo und warten dort auf die Grande Africa..
Gute und sichere Weiterfahrt.

EURO VI Sprinter in Südamerika

EMAR, Donnerstag, 27. Juli 2017, 20:30 (vor 360 Tagen) @ Cheldon

In Argentinien und Chile bekommt man in der Regel an sehr vielen Tankstellen Eurodiesel. Dieser hat den gleichen oder nur leicht höheren Schwefelgehalt wie der Diesel bei uns. Darum gibt es in diesen beiden Ländern keine Probleme. In Peru, Bolivien etc. soll es jedoch anders aussehen.

EURO VI Sprinter in Südamerika

harun @, derzeit brunei, Samstag, 03. Februar 2018, 10:10 (vor 170 Tagen) @ Cheldon

gruess euch und alles gute.
mit dem 2012 sprinter möchten wir nach bolivien im mai
hattet ihr eine werkstatt in buenos aires, die den DPF ausbaut um ohne problme über 2500m fahren zu können?
ersuche um antwort
danke und gruss
harun

EURO VI Sprinter in Südamerika

harun @, brunei, Sonntag, 04. Februar 2018, 02:59 (vor 169 Tagen) @ Cheldon

begruesse. wo habt ihr den dpf ausbauen lassen?
wir wollen mit 2012 sprinter auch nach bolivien und suchen eine werkstatt und erfahrung.
danke fuer eine nachricht

harun

EURO VI Sprinter in Südamerika

Horst @, Sonntag, 04. Februar 2018, 14:07 (vor 168 Tagen) @ harun

Hola Harun,

Der DPF blieb drin.
Wie beschrieben, unter Last war die DPF Temperatur hoch genug, den Russ zu verbrennen.
In der Höhe: Gas geben hilft
Horst

EURO VI Sprinter in Südamerika

harun @, brunei, Montag, 05. Februar 2018, 01:31 (vor 168 Tagen) @ Horst

danke horst . gas geben ok euro diesel ok mach mich. und das reicht fuer 3 wochen in den anden zu fahren? scheint so einfach...
gruss
harun

EURO VI Sprinter in Südamerika

trotamundo @, Dienstag, 26. Juni 2018, 22:57 (vor 26 Tagen) @ harun

wenn du den dpf ausbauen willst, was bei längeren Fahrten in großen Höhen ein sichereres Gefühl gibt, dann solltest du das zuhause von einer Fachfirma machen lassen. Das ausbauen kann natürlich jede Werkstatt, aber es muss ja auch noch die Software des Steuergerätes entsprechend angepasst werden.
Gruß
T.

EURO VI Sprinter in Südamerika

Christophorus @, Montag, 25. Juni 2018, 13:31 (vor 27 Tagen) @ Horst

Hallo Horst,

vielen Dank für deine zunächst "beruhigende" Antwort.
Kannst du den Zeitraum des Fahrens in großen Höhen noch ungefähr angeben?
Da wir ebenfalls einen Runner in Bestellung haben, wäre es nett, wenn du noch Infos geben könntest, falls noch zusätzliche (auch kleinere) "Schwachstellen" außer den drei genannten bekannt sind.
Wenn Änderungswünsche des Aufbaues aus der Nutzererfahrung mit deinem jetzigen Runner bestehen, wäre es sehr nett, wenn du diese ebenfalls mitteilen würdest - diese könnten dann noch in die Fertigungsplanung ggf. einfließen.

Vielen Dank und gute Fahrt!

Gruß
Christoph

EURO VI Sprinter in Südamerika

Horst @, Mittwoch, 27. Juni 2018, 16:52 (vor 25 Tagen) @ Christophorus

Hallo Christoph,

Wir waren mehrere hundert Km in grösseren Höhen (>3000m). Der DPF war eingebaut, es gab KEINE Anzeichen einer stärkeren Russbildung. Die Regeneration erfolgte bei uns ca. alle 1000 Km (800 - 1200 Km).
re Schwachstellen: Jedes Fahrzeug ist letztendlich ein Unikat. Bei uns war unmittelbar nach Übernahme des Fahrzeugs ua die Toilettenspülung undicht, der Dieseltank war undicht, WW Boiler war undicht, der Kühlschrank lief nicht, und einige "Kleinigkeiten" mehr. Der Hersteller hat JEGLICHE Nachbesserungen abgelehnt. Mehr gerne per PN.

Gruss,
Horst

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