Urwaldschutzprojekt in Paraguay braucht Eure Hilfe: Pro Cosara

Lagunenroute Bolivien (Straßen & Routen)

BlauMANn1 @, Dienstag, 23. November 2021, 17:40 (vor 12 Tagen) @ Guanche
bearbeitet von BlauMANn1, Dienstag, 23. November 2021, 17:50

Hallo Stephan,
wir sind Dezember.19, also kurz vor Corona, die Strecke Hualfiin— Antofagasta de la Sierra—über den Salar de Arizaro nach Caipe gefahren.
Diese Strecke ist bis Antofagasta sehr einfach, mit jedem Auto zu befahren. Ab Antofagasta (letzte vernünftige Tankstelle, auch zum Vorräte und Wasser Bunkern), danach wird die Strecke wunderschön, aber auch anspruchsvoller. Es gibt einige neue „Straßen „ weil sich dort einige neue Minen befinden, die aber auf den Karten nicht eingezeichnet sind. Sehr schön ist ein Vulkankegel mitten auf dem Salar. Die Strecke über den Salar ist beeindruckende ca. 40km lang. Dann kommt ihr an eine T-Kreuzung, wo es links zur aufgelassenen Mina Casualidad geht. Das ist eine teilweise alte geteerte Strecke, aber manchmal auch sehr rau, der alten Bahnlinie zur Mina folgend. Dieser Trip ist einfach etwa 80km, aber absolut lohnend, weil man immer auf den weißen Cerro. Llullaillaco 6739m schaut (bekommt man so nah von nirgendwo zusehen).
Wir haben dann am 23.12. auf dem aufgelassenen Minengelände geschlafen. Das war sehr speziell, meine Frau hatte die ganze Nacht ein ungutes Gefühl inmitten dieser vielen Werks-und Wohnhausruinen völlig alleine zustehen. Auf der Strecke von Antofagasta bis zur Mina ist uns in 4 Fahrtagen kein einziges Auto begegnet, von weitem haben wir einige LKW gesehen, die zur neuen Mine fuhren.
Aber das absolute Highlight folgte am Heiligabend. Es gibt einen machbaren Weg zur Mina Julia auf 5505m. Es ist ein aufregendes Schauspiel was die Farben der Berge und Abbaustellen gibt. Wir waren eine Stunde völlig allein dort oben, und ich hab mich nicht getraut meinen MAN auszumachen , so hoch war er schließlich noch nie.
Wir sind den selben Weg zurück und haben einen unvergesslichen Heiligabend in der kleinen Kapelle von Caipe mit den Einheimischen der Gegend gefeiert. In der Nähe des Ortes gibt es noch die Laguna Socompa, das sind mehrere türkis und dunkelblaue Lagunen. Danach wird die Schotterpiste wahnsinnig rau, Ripio ohne Ende, man hat das Gefühl der Magen kommt einem hoch. Es geht nur sehr, sehr langsam vorwärts.Über Tolar Grande (was dort Grande ist weiß ich bis heute noch nicht) geht es durch eintönige Landschaft nach Punta Cauchan. Dort kommt man an die 51 die links über den Paso Sico nach Chile, oder rechts nach San Antonio des Los Cobres führt. Ein total kalter, verschlafener Ort, wenn nicht gerade der Train de las Nubes fährt.
Wenn ihr eine argentinische Simkarte habt ist die Abdeckung selbst in der absoluten Einsamkeit besser wie manchmal in D. Tanken ist in Tolar Grande möglich und wenn ihr auf der 51 seit, ist die Versorgung ohnehin wieder „normal“.
Ich sitze z.Z. In meinem MAN in Cusco , und hoffe über Bolivien oder Chile in Richtung Uruguay ausreisen zu können. Noch, Stand heute, lässt Peru Touristen auf dem Landweg weder rein noch raus. Vielleicht ändert sich das am 1.12. Chile öffnen dann angeblich Tacna, ob Peru raus läss??? Zur Lagunenroute könnte ich euch später noch einiges erzählen.
Gruß Rudi


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