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Auto Übergabe mittels Fähre zwischen Argentinien und Uruguay (Papierkram)

Jan_Peter, Donnerstag, 30. März 2017, 13:44 (vor 422 Tagen) @ Jan_Peter

Hallo,
Möchte den Artikel hier gern mit unseren nun gesammelten eigenen Erfahrungen vervollständigen.
Also, wir sind zwischen Buenos Aires und Colonia mit Buquebus über die Grenze, mit altem Nummernschild und dem TIP des Vorbesitzers. Interessanterweise wollte der argentinische Grenzbeamte bereits viele Dokumente sehen (int. Führerschein, Fahrzeugpapiere, Ausweis) aber NICHT das TIP des Vorbesitzers. Dann wurde ich (als Fahrer) auf die Fähre gewunken, die anderen Mitreisenden müssen zu Fuss boarden. Das TIP blieb in meinem Besitz.

Auf der Fähre stand unser Auto wegen der Höhe dann alleine auf dem Vorderdeck, nicht im geschlossenen Parkdeck. Es war also sehr gut von überall einsehbar, und ein Tausch der Nummernschilder war nach Ankunft auf der Fähre nicht möglich. Die Fahrzeuge müssen dann Richtung Passagierdeck verlassen werden. Während der Fährfahrt war ein Austausch der Schilder nicht möglich,da die Passagiere das Passagierdeck nicht verlassen durften (wurde kontrolliert, habs versucht!). Bei der Ankunft in Uruguay waren wir die ersten am Wagen und hatten in dem ganzen Aussteige/Anlege Prozedere genau 3 Minuten Zeit die Nummernschilder zu wechseln. Das haben wir auch gemacht, ohne dabei von der Besatzung beobachtet zu werden. Es waren aber wirklich nur 3 Minuten und nicht länger und wir hatten Glück. Insgesamt eine sehr riskante Lösung, die natürlich Aufmerksamkeit auf sich ziehen kann.

In Uruguay sind wir dann mit neuen Schildern und den neuen Fahrzeugpapieren eingereist. Man wird rausgewunken und muss ein TIP in einem speziellen Raum innerhalb des Hafens beantragen. Jetzt kommt es: dieser Raum hat keinerlei Sicht auf das Fahrzeug. Es steht nämlich vor dem Hafengebäude und wäre für die Beamten nur dann einsehbar, wenn Sie das Gebäude verließen. Im Endeffekt wäre also auch eine Anmeldung auf das neue Nummernschild möglich gewesen ohne es vorher ranzuschrauben, da sich keiner den Wagen angeguckt hat. Dazu würde ich aber natürlich niemandem raten. Eventuell wird das dann doch überprüft. In unserem Fall eben nicht.

Summa summarum ist die Fährlösung nach Uruguay ganz schön nervenaufreibend und muss gut getimt werden. Prinzipiell möglich, aber eigentlich zu stressig wenn es Alternativen gibt. Die Grenzübergänge Chile-Argentinien bieten sich wegen der langen Abschnitte im Niemandsland eigentlich zum Schilder wechseln an. ZUM Beispiel beinhaltet der Übergang nördlich von Bariloche eine Fahrt von 30km durchs Niemandsland.

Soweit unsere Erfahrungen, hoffe das hilft jemandem weiter. Bei Fragen gern an mich wenden.

Viele Grüße,
Peter


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